Referentinnen und Referenten 2019

Hier halten wir Sie bezüglich unserer Referentinnen und Referenten auf dem neusten Stand. Freuen Sie sich auch 2019 auf hochkarätige Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Andreas Schütze, Ministerialdirigent Innenministerium Baden-Württemberg. 

Der 55-jährige Jurist Andreas Schütze ist Ministerialdirigent im Innenministerium des Landes Baden-Württemberg und leitet dort seit August 2018 die zu diesem Zeitpunkt neu gegründete Abteilung „Digitalisierung“. Zuvor leitete er im Innenministerium die Abteilung „Migration“, davor im Ministerium für Wissenschaft & Forschung die Grundsatzabteilung. Bis Ende 2010 war Andreas Schütze Amtschef der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin. Davor war er Erster Bürgermeister der Kreisfreien Stadt Pforzheim und Erster Bürgermeister der Großen Kreisstadt Sindelfingen.

Prof. Dr. Thomas Metzinger arbeitet als Philosoph seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen Philosophie des Geistes und kognitiver Neurowissenschaft; er beschäftigt sich außerdem mit den ethischen, anthropologischen und soziokulturellen Konsequenzen des Fortschritts in den
Neurowissenschaften und der Künstlichen Intelligenz. Metzinger ist Leiter des Arbeitsbereichs Theoretische Philosophie Universität Mainz und Direktor der
Forschungsstelle Neuroethik am Philosophischen Seminar. In seiner Rolle als Adjunct Fellow ist er unter anderem auch
Leiter der MIND-Group am Frankfurt Institute for Advanced Study. Von 2005-2007 war er Präsident der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, von 2009-2011 Präsident der
Association for the Scientific Study of Consciousness. 2018 hat Metzinger eine Nominierung in die High Level Group on Artificial Intelligence der Europäischen Kommission angenommen.

Dr. Matthias Peissner ist Institutsdirektor und leitet den Forschungsbereich Mensch-Technik-Interaktion am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Seine interdisziplinären Teams arbeiten an Lösungen, die ein effizientes Zusammenspiel von Mensch und intelligenter Technik ermöglichen. Schwerpunkte seiner Arbeit sind anpassungsfähige Systeme, zukünftige Arbeitsumgebungen sowie die Gestaltung positiver Nutzungserlebnisse. Neben seiner Tätigkeit in ISO TC159 SC4 WG5 zur internationalen Normung von Benutzungsschnittstellen ist er in verschiedenen Gremien zum Einsatz von KI in der Arbeitswelt und der Mensch-Technik-Interaktion aktiv, u.a. bei der »Plattform Lernende Systeme« und der Fokusgruppe »KI in der Arbeitswelt« des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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Ulrike von Luxburg ist Professorin für die Theorie des maschinellen Lernens an der Universität Tübingen, und Sprecherin des Exzellenzclusters “Maschinelles Lernen: Neue Perspektiven für die Wissenschaft”. In ihrer Forschung untersucht die Mathematikerin die Möglichkeiten und theoretischen Grenzen des maschinellen Lernens. In der
öffentlichen Debatte engagiert sie sich auch zum Thema Ethik und gesellschaftliche Auswirkungen des maschinellen Lernens.

Barbara Liebermeister ist Gründerin und Leiterin des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter (ifidz.de), Frankfurt am Main. Die Wirtschaftswissenschaftlerin ist auf das Themenfeld Führung im digitalen Zeitalter spezialisiert.

Die Managementberaterin und Vortragsrednerin begann ihre berufliche Karriere im Marketing und Vertrieb internationaler Konzerne wie Christian Dior und L´Oreal. Danach beriet sie unter anderem Finanzdienstleister – wie zum Beispiel die Royal Bank of Scotland und die Deutsche Bank. Sie ist Autorin des im FAZ-Verlag erschienenen Buches „Effizientes Networking“ und „Digital ist egal. Mensch bleibt Mensch-Führung entscheidet“. Neben ihrer Tätigkeit als Dozentin an verschiedenen Hochschulen wie z. B. der RWTH in Aachen, ist sie Jurymitglied beim Bankengipfel in Frankfurt und im Fachbeirat der Stitfung INTEGRATA, die sich für den humanen Einsatz der IT-Technologie einsetzt. Ihr Institut wurde 2018 mit dem Wolfgang Heilmann Preis auf der Learntec in Karlsruhe ausgezeichnet für den LEADT: Ein Tool, das die digitalorientierte Führungsreife bei Führungskräften misst. Als Rednerin engagiert sie sich bundesweit für mehr Werteorientierung im Business.

 

Nicolas Woltmann – geboren 1992 in Bad Oldesloe, Abitur 2011 in Oberbayern – legte 2016 die Erste Juristische Staatsprüfung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ab. Neben dem Studium der Rechtswissenschaften absolvierte er erfolgreich ein „Begleitstudium im Europäischen Recht“. Seit 2017 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Würzburger Lehrstuhl von Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, wo er sich schwerpunktmäßig mit dem Straf- und Technikrecht befasst. Diesen Rechtsgebiete widmet er sich derzeit auch in seiner Dissertation, die spezielle Haftungsfragen im Bereich des Maschinellen Lernens untersucht.

Dr. Michael Schmidt-Salomon, ist freischaffender Philosoph und Schriftsteller sowie Mitbegründer und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, der viele renommierte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angehören. Er zählt zu den einflussreichsten Ideengebern im deutschsprachigen Raum. Die Bücher von Michael Schmidt-Salomon wurden im deutschsprachigen Raum über 250.000mal verkauft, zudem erschienen Übersetzungen u.a. in Polen, China, Südkorea, Italien und Schweden

Klaus-Jürgen Grün ist außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main sowie Gründer und Leiter des Philosophisches Kollegs für Führungskräfte (http://philkoll.de)
 
In diesen Bereichen und als Vizepräsident des Ethikverbands der deutschen Wirtschaft e.V. befasst er sich auch mit der Frage, wie Menschen damit umgehen, wenn sie zwischen Mensch und Maschine nicht mehr unterscheiden können.

Dr. Irina Kummert ist seit 1997 bundesweit in der Rekrutierung und Begleitung von Führungskräften auf Top-Managementebene in der mittelständischen Industrie unterschiedlichster Branchen tätig. Strategische Beraterin bei entscheidungs- sowie kommunikationskritischen Prozessen auf Top Executive Level. Seit Sommer 2013 ehrenamtlich Präsidentin des Ethikverbands der Deutschen Wirtschaft. Seit April 2014 auf Einladung von Hildegard Müller beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken ehrenamtlich im Sachbereich Wirtschaft und Soziales als Beraterin tätig. Seit 2016 auf Einladung von Prof. Dr. Dr. hc Julian Nida-Rümelin Mitglied eines finanzmarktorientierten Ethik-Panels. 2009 bis 2015 Lehraufträge an der Humboldt-Universität zu Berlin, 2012 bis 2017 an der Georg-August-Universität Göttingen, seit 2019 an der Steinbeis-Hochschule Berlin School of Governance, Risk & Compliance, Institut für Kriminalistik, School of Criminal Investigation & Forensic Science. Seit 2015 Meinungsmacherin beim Manager Magazin, zahlreiche Beiträge in verschiedenen Printmedien und bei unterschiedlichen Hörfunk- und Fernsehsendern. Mitglied der Gruppe Ethics & Compliance Leaders beim Web-TV Kanal Compliance Channel.

Dr. Friedrich Glauner verbindet interdisziplinäre Forschungsexpertise zu den Treibern menschlichen und institutionellen Handelns mit langjähriger unternehmerischer Praxis an der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenstransfer. Als Permanent Fellow und Projektmanager im Praxistransfer hat er am Weltethos-Institut das „Wertecockpit“ zur Steuerung von Organisationskulturen sowie das Tübinger Modell für zukunftsfähiges „ethikologisches“ Wirtschaften entwickelt. Es verknüpft die ethischen Grundlagen gelingender Kooperation mit den ökologischen Prinzipien symbiotischer Austauschsysteme zu einem ganzheitlichen Ansatz, bei dem auf allen Ebenen des Wirtschaftens mehr Ressourcen geschöpft als in den Prozessen genutzt und verbraucht werden. Er studierte in Berlin, Köln und London sowie als Fulbright Scholar in Berkeley Philosophie mit Schwerpunkten Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie und Wissenschaftstheorie sowie die Nebenfächer Wirtschaftswissenschaften, Religionswissenschaften, Geschichte und Semiotik. Am Weltethos-Institut in Tübingen sowie weiteren Universitäten hält er Seminare zum Thema ethische Unternehmensführung und zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

 

Prof. Dr. Joachim Fetzer schreibt mit dem Fokus auf die europäischen Werte der Freiheit, Würde und Nachhaltigkeit zu wirtschaftsethischen Themen der digitalen Transformation, Unternehmensverantwortung sowie zu aktuellen Fragen der Sozialen Marktwirtschaft.

Der Volkswirt und Theologe lebt im Rhein-Main-Gebiet, ist geschäftsführender Gesellschafter eines Familienunternehmens, Honorarprofessor der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und Vorstandsmitglied des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik.

Für die Monographie „Die Verantwortung der Unternehmung“ erhielt er 2004 den Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Zu philosophischen und ethischen Fragen der Digitalisierung referierte Prof. Fetzer u.a. im Kabinett des Landes Hessen oder als Sachverständiger vor der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“.

Vita, Literatur und weitere Informationen: 

https://www.wirtschaftsethik.com

 

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